Lunch & Learn 5.0 – Global instead of regional? The impact of trade agreements on sustainable agriculture and regional production

Eine 4-teilige Crashkurs-Serie zu den Auswirkungen der EU-Handelspolitik auf regionale Landwirtschaft
In Zeiten von Lieferengpässen während Corona-Pandemie und Ukraine-Krieg wird deutlich, mit welchen Risiken eine starke Importabhängigkeit verbunden ist. Wochenlang war es schwer, an Mehl, Öl und andere Lebensmittel zu kommen. Eine Alternative dazu bietet eine (Re-)Regionalisierung der Landwirtschaft, bei der Anbau und Weiterverarbeitung von Lebensmitteln in der Region gefördert werden. In Berlin und Brandenburg ist die regionale Wertschöpfung ein Bestandteil der Ernährungsstrategien. Gleichzeitig steht die regionale Landwirtschaft unter Druck- unter anderem durch Handelsabkommen zwischen EU und anderen Ländern und Regionen. Denn diese liberalisieren den Handel von landwirtschaftlichen Produkten, erhöhen den Preisdruck auf regionale Produzent*innen und stärken transnational agierende Agrarkonzerne.
In vier Online-Kursen zur Mittagszeit sprechen wir im November über die Auswirkungen von EU-Handelsabkommen auf Landwirtschaft in Brandenburg und in lateinamerikanischen Ländern. Außerdem geht es um die Auswirkungen des Ukraine-Krieges auf die Landwirtschaft, und die Frage, ob neue Nachhaltigkeitskapitel in Handelsabkommen die EU-Handelspolitik tatsächlich ökologischer, sozialer und klimafreundlicher machen.
Am Ende jedes Webinars gibt es ein kurzes Quiz. Mitmachen lohnt sich: unter den Teilnehmenden werden nach den vier Webinaren leckere regionale Lebensmittel verlost!
The meetings in detail:
Lunch & Learn 1/4:
Lokal, regional, voll genial? Auswirkungen der Handelsabkommen auf Landwirtschaft in Berlin-Brandenburg
Montag, 07.11., 12.00-13.00 Uhr
Wenn wir die Klimakrise in den Griff bekommen wollen, müssen sich auch Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion verändern. Ein Baustein für die Ernährungswende ist die (Re-)Regionalisierung: Sie schafft Arbeitsplätze und Wertschöpfung in der Region und spart klimaschädliche Transportemissionen. Doch wie regional ist die Landwirtschaft in Berlin-Brandenburg bereits aufgestellt? Welche Initiativen versuchen, die Regionalisierung voranzutreiben? Und welche Rolle spielen hierbei Handelsabkommen, die die EU mit anderen Ländern und Regionen abgeschlossen hat? Dies beleuchten wir anhand einiger Produkte, die in Brandenburg angebaut, aber auch aus aller Welt in die Region importiert werden.
Referentin: Anne Bundschuh (Referentin für Handels- und Investitionspolitik bei PowerShift)
Lunch & Learn 2/4:
Die Landwirtschaft im Krisenmodus – zu den Auswirkungen des Ukraine-Krieges auf Landwirtschaft
Montag, 14.11., 12.00-13.00 Uhr
Nach dem russischen Angriff auf die Ukraine sanken Anbauflächen und Ernteerträge in der „Kornkammer Europas“, Exportwege für Agrarprodukte waren verschlossen. Die Weltmarktpreise für Getreide schossen in die Höhe und viele Importländer bangen um ihre Versorgungssicherheit. Als Reaktion darauf wurde vielfach gefordert, die Agrarproduktion zu intensivieren und Umweltschutzvorgaben zurückzufahren. Doch führt dieser Weg aus der Krise hinaus – oder noch weiter hinein? Wir sprechen darüber, wie krisenresilient und zukunftsfähig das aktuelle Agrarmodell der EU ist, und was sich konkret ändern muss.
Referent*innen: Tobias Reichert (Referent für Agrarpolitik und Welthandel bei Germanwatch) und Berit Thomsen (Referentin für internationale Agrarpolitik bei der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft, AbL)
Lunch & Learn 3/4:
New sustainability chapters, greener trade?
Montag, 21.11., 12.00-13.00 Uhr
The EU's trade agreements have long been criticised for having a negative impact on the environment, human rights, labour standards and our climate. The EU Commission now wants to counter this criticism with a revised model of sustainability chapters in trade agreements, which even provides for sanctions as an ultima ratio. But what can be said of it? Are the new sustainability chapters really making EU trade policy fit for an ecological, climate-friendly future or are they just another fig leaf to justify the geopolitical interests of the EU, which it is trying to enforce with its trade agreements?
Speaker: Lis Cunha (trade expert at Greenpeace)
Lunch & Learn 4/4:
Chile, Mexiko, Mercosur – Handelsabkommen der EU in der Pipeline und ihre Auswirkungen auf die Ernährungssouveränität
Montag, 28.11., 12.00-13.00 Uhr
2023 wird ein heißes Jahr für die Abkommen der EU mit lateinamerikanischen Ländern. Die EU-Kommission hat es sich zum Ziel gesetzt, diese Abkommen endlich unter Dach und Fach zu bringen. Dabei haben gerade die Handelsabkommen mit Mexiko und Chile bislang wenig Aufmerksamkeit erfahren. Das soll sich mit diesem Webinar ändern. Wir wollen einen Blick auf den aktuellen Stand der Verhandlungen und auf die potenziellen Folgen der drei Abkommen vor allem für den landwirtschaftlichen Bereich werfen. Können Sie dazu führen, dass die Märkte in Chile, Mexiko, Argentinien, Uruguay, Paraguay und Brasilien mit landwirtschaftlichen Produkten aus der EU überschwemmt und kleine Produzent*innen verdrängt werden? Welche Auswirkungen haben die Abkommen auf die Ernährungssouveränität der Länder? Zusammen mit Andrea Sato von der Organisation Fundación Sol aus Chile wollen wir diesen Fragen nachgehen.
Referentinnen: Bettina Müller (Referentin für Handels- und Investitionspolitik bei PowerShift) und Andrea Sato (Fundación Sol, Chile)
Lunch & Learn 5.0 is hosted by:

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